Allgemeines über die Samtschrecke

Samtschrecke im TerrariumErst im Jahre 2004 wurde die Samtschrecke in Peru entdeckt.

Die Peru-Stabschrecke (Peruphasma schultei, wie die Samtschrecke auch genannt wird, wurde in Cordillera del Condor im Norden von Peru entdeckt. Dieses Gebiet ist nur 5 Hektar groß uns steht wegen seiner Artenvielfalt unter Naturschutz. Im Englischen wird diese Art auch Black Beauty (Schwarze Schönheit) genannt. Die erste Wissenschaftliche Beschreibung der Samtschrecke wurde erst im Jahr 2005 von OSKAR V. CONLE und FRANK H. HENNEMANN wissenschaftlich beschrieben.
SamtschreckeDie Weibchen Samtschrecken werden bis zu 70 mm lang, wogegen die Männchen nur auf eine Länge von 50 mm kommen. Samtschrecken haben ein auffälliges Aussehen ; Mit ihren gelben oder auch weißen Augen, den gelb geringelten Fühlen, den roten Flügeln, dem samtigen, schwarzen Körper und der rotem Lippe wirken die Samtschrecken wie das Gemälde eine wahnsinnigen Malers.
Das vordere Flügelpaar jedoch ist schwarz und weist eine feine weiße Netzstruktur auf. Männliche und Weibliche Samtschrecken unterscheiden sich nur durch ihre Größe und weisen die gleiche Farbgebung auf. Die Männchen sind etwas schlanker als die Weibchen, besitzen aber eine Verdickung an der Unterseite. Die weiblichen Samtschrecken haben dafür ein dickeres Abdomen.

Was die Paarung anbelangt so machen es Mänchen der Samtschrecke genau richtig, sie lassen sich nämlich, manchmal Wochenlang, von dem Weibchen auf dem Rücken herumtragen.
Das Weibchen vergräbt die Eier nach dem Legen meist unter der Erde, aber es kommt auch vor, dass diese einfach fallen gelassen werden. Aus den etwa 3 Millimeter langen Eiern schlüpfen bereits nach vier bis fünf Monaten die etwa 15 Millimeter langen Nymphen, die ebenfalls schon die auffälligen Farben ihrer Eltern aufweisen. Die Lebensdauert der Samtschrecken beträgt bei dem Weibchen ca. zwei Jahre.
Bei den Männchen sind es nur ca. 9 Monate. Im Nymphen Stadium sind die Geschlechter kaum zu unterscheiden. Was ihr Futter anbelangt so sind Samtschrecken sehr wählerich und bevorzugt Liguster (Ligustrum vulgare), Forsythien oder auch Flieder. Bei der Haltung sollte man damit experimentieren, denn nicht alle Tiere fressen alles gleich gerne.

Die Pflanzen kann man in ein passendes Gefäß mit Wasser stellen, damit diese sich länger halten. Nur sollte man Aufpassen, das kleine Samtschrecken (Nymphen) nicht darin ertrinken können. Die Samtschrecken sind Nachtaktiv und verstecken sich Tagsüber meist im Blattwerk der ansässigen Baumarten. Sie gelten als recht Aggressiv und stellen bei Bedrohung ihre bunten Hinter flügel aufrecht. Auch sind sie für eine Gespensterschrecke sehr flink. Werden sie angegriffen oder fühlen sich bedroht können die Samtschrecken ein übel riechendes Wehrsekret aus Magensäure versprühen, welches sehr schmerzhaft sein kann. Das Wehrsekret der Samtschrecke ist jedoch relativ harmlos, hinterlässt keinen bleibenden Schäden, sondern verursacht nur eine strake Reizung der Schleimhäute oder brennt in offenen Wunden.